Vorwort…curriculum musicae…

Bevor ich vielleicht mit meinen Lieblingssongs der aktuellen und vergangen Zeit beginne, möchte ich doch vorher noch ein paar Worte loswerden. Wieso und warum und weshalb. Also, es gibt nun etwas mehr was zu lesen 😉

Seit ich denken oder soweit ich mich zurückerinnern kann, war immer irgendwie die Musik mein Begleiter. Tag für Tag. Durch meine orientalischen Wurzeln war also auch die türkische Musik mir nicht fremd und hörte sich keinesfalls „seltsam“ für mich an. Von meinem leiblichen Vater habe ich wohl die Leidenschaft geerbt, dass Musik L-A-U-T sein muss. Es muss dröhnen, der Bass muss bis in den hinterletzten Magenzipfel wippen und kitzeln. 😉 Ich höre nicht nur einfach Musik, ich will sie auch spüren, fühlen und er-leben! Nur dann macht mich das alles glücklich und vor allem frei! Aber ich mag auch die leisen Dinge, wenn ich die Kopfhörer aufhabe und mich in den Schlaf „musizieren“ lasse… Alles eine Frage der Tagesform und des spontanen Erleben-Wollens.

Wie gesagt, es war immer Musik mit dabei in meinem Leben. Natürlich kamen auch so „Klassiker“ wie Rolf Zuckowskis „Vogelhochzeit“ vor. Aber im Großen und Ganzen habe ich mich irgendwie immer (unbewusst) von der breiten Masse abgehoben. Daheim wurde ich nicht nur wie bereits erwähnt geprägt von der türkischen Musik, sondern auch von Pink Floyd und Genesis. Ersteres ist auch nett anzuhören, aber mehr als 1-2 Lieder gefallen mir persönlich nicht.  Aber ich erinnere mich sehr genau an meine Aha („Take on me“) Schallplatte – sorry- Vinyl. Die wurde hoch und runter…genadelt?!

Und auch so Künstler wie Nik Kershaw (The Riddle – ohne Gigi D´Agostino 😉 ) und Simply Red brachten mein Herz zum Tanzen! Ich hab dazu gemalt, gezeichnet, getanzt, gesungen, a lá Mini-Playback-Show meine Lieblingslieder nachgeeifert. Es waren schöne Zeiten! Es hat Spass gemacht und ich konnte stundenlang in diese Welt abtauchen.

Später dann in den Teeniezeiten – sehr zum Leidwesen meine Mutter- und bedingt durch den Schul- und Freundeswechsel wurden die Musikwelt um einiges erweitert. Es ging einher mit East17 (alle Alben!!) gefolgt von Metallica (wer hat es damals nicht gehört, den bösen Metal 😉 tha Godfathers of Metal! Wuuhhaaaa!) und meinen persönlichen Lieblingen, der spanischen Rockgruppe Heroes del Silencio. Ich habe sie geliebt! Ich habe alle Alben gefressen, inhaliert, zelebriert, gerockt! „HdS“ prangte auf jedem Schulheft, es wurde eine Art Kunst schon, die damaligen Lieblingsbands und deren Logos überall zu verbreiten. Während die meisten aus der Klasse (und vor allem die Mädels) den Boygroups hinterher-jauchzten, lächelte ich nur müde und ploppte mir die Ohrstöpsel rein und betrat andere Welten. Wer erinnert sich nicht an den 80er Hit der Spanier, an „Entre dos tierras“? Ich lernte sogar nur deswegen spanisch. Also fast nur. Ich wollte verstehen, worum es in dem Lied ging.

Das ist schon fast eine Macke von mir. Die Lieder die mich bewegen und die mir gefielen, mich berührten, habe ich mir ausgedruckt und nicht nur auswendig gelernt sondern mich auch mit dem Text beschäftigt. Die Sammlung war schon recht gross. Und je nach Gemütslage erkannte ich mich in den Songs wieder. Wie so manch anderer und viele.

Geprägt durch viele weitere Menschen, die kamen und gingen in meinem Leben, wuchs auch die Musikrichtung. Rockig war es schon immer irgendwie. Mir fallen auch Bands wie Savatage ein.Depeche Mode mit „In your room“ fand ebenfalls grossen Anklang und gehört mit zu meinen persönlichen „Evergreens“, meinen Ohrwürmern, die niemals langweilig werden. Und da habe ich einige von…

Nach der „Rockröhrenzeit“ kam ein ganz grober wenn nicht sogar krasser Wechsel. Wem sagt RHP, 3P noch was? 😉 Das waren auch die ersten Konzerte! Xavier Naidoo, als dieser endlich Solo war, in Dortmund im Soundgarden. Und die erste CD von ihm war auch langsam der Einstieg die deutsche Musik zu schätzen und noch mehr an die Seele zu kommen. Danach ein Konzert in Bonn. Und Sabrina Setlur in Offenbach war auf jeden Fall ein Erlebnis!

Weiter ging meine Reise dann in das Endlich-Führerschein-und-Auto-hab-Zeitalter. Das hiess:  Boxen, Subwoofer, Endstufe und gib ihm! 😉 In der Zeit und auch wieder geprägt durch Freunde, Stimmungen usw. befand ich mich auf der House, Dance, Trance und „Zappel“-Musik Welle. Hier allerdings kann ich kaum Namen nennen, denn so viele Künstler, die wie Pilze aus dem Boden schossen, so schnell waren diese auch wieder fort. Unglaublich damals diese Fluktuation. Music Instructor, Flying Steps, ATB, Dj Tiësto, Cosmic Gate usw. sind nur einige Wenige. Ich liebte Viva und MTV, die Videos, irgendwas davon war immer an. In jungen Jahren konnte man sogar anhand der ersten Videosequenzen sofort erahnen, welches Lied von wem grad nun lief. Schöne Zeiten… vor allem Nachts liefen die besten Songs! Die eher unbekannteren Sachen und teilweise Neuvorstellungen. Manche Songs/Videos habe ich nur einmal gesehen und dann nie wieder. Aber sie haben so einen Eindruck hinterlassen, dass ich mir so schnell wie möglich die Maxi-Cd oder (hust, räusper) das Lied laden musste. Und dann war ich einfach nur seelig und glücklich.

Anfang bis Mitte Zwanzig kam die Schwarze Zeit, Gothic. Und ich liebe es. Immer noch! Ich würde sagen, es ist mit einer der „Hauptrichtungen“. Meine Eltern damals waren natürlich so begeistert, da ich mich auch dem Kleidungsstil etwas anpasste. Aber zu der Zeit war es nicht nur einer der „schlimmsten“ Phasen für mich, sondern auch merkte ich, dass Musik meine Therapie und gleichzeitig meine Heilung sein kann. Mit manchen Liedern nur konnte ich einschlafen, abschalten, den Schmerz und die ganze Trauer herauslassen. Und so widersprüchlich dies vielleicht klingen mag, aber dieses düstere, schwarze half mir wieder Licht zu sehen. Und da kam auch die Liebe zu meiner Lieblingsband Mesh! Dazu später mal mehr, da auch etliche Konzerte dazu gehören.

Um nur ein paar Namen zu nennen: Unheilig (aber als er noch nicht so „kommerziell“ war), Lavantgarde, A spell inside, Namnambulu, Neuroticfish (grossartig!!), In Extremo, Subway to Sally… auch hier wieder, es muss mir gefallen, egal welche Sparte, denn auch im Gothic-Bereich gibt es genügen Zwischenräume und -töne und Gruppierungen…

Letztendlich verdanke ich vielen Menschen meine Musikleidenschaft und die ganzen verschiedenen und vielfältigen Bereiche.

Ganz entscheidend war ein ganz herzlicher lieber netter Mensch, der mir auch zeigte, wie toll Live-Musik sein kann. Bis dato (ich war in den Mitt-/Endzwanziger) war ich nur auf drei Konzerten gewesen. Und dann kamen ganz viele! Um auch hier nur einige Namen zu nennen: (natürlich) Mesh, Schandmaul (wunderbare Musik!), Letzte Instanz (Geilomat!!), Unheilig (wahnsinn der Mann!), und Festivals wie das Blackfield und Amphi Festival.

Live-Konzerte sind mit das BESTE im Leben was es gibt! Und der ganze Endorphin-Rausch danach…Das ist Leben! Das ist pures Glücksgefühl!!

Erlebt es!!

Wer bis hierhin es geschafft hat zu lesen, ihr seid erstmal befreit! 😉

Meine Devise war einfach, es muss mir einfach gefallen! Egal was, egal von wem, egal wie alt, egal welche Sparte, egal welche Sprache! Ob deutsch, türkisch, arabisch, italienisch, ob HipHop, Trance, Metal, Rock, DubStep, Gothic, ob aktuell oder 20-30 Jahre alt. Das war mir schon immer herzlich egal gewesen! Ich wollte mich einfach nie festlegen und in eine Schublade pressen lassen. Nie. Irgendwie war ich mal mit und mal gegen den Strom.

Aber eine gewisse Vorliebe hab ich schon. Hat jeder Mensch. Und das ist das Wichtigste! Das muss man sich einfach bewahren! Und das macht einen Menschen aus und -wie ich finde- einzigartig!! Vergesst das nicht!

Wer jetzt denkt, ich habe einen „verkorksten“ Musikgeschmack, dem gebe ich sogar fast recht! Aber ich würde es (seeeeeeeeeeehr) breitgefächert nennen! 😉

„Ein gutes Lied bewegt entweder dein Herz…oder deinen Arsch!“ 😀 

In diesem Sinne: ROCK ON! DANCE ALL NIGHT LONG! SING ALS GÄBE ES KEINEN MORGEN! YEAH! 

(Noch kurz zu erwähnen ist, dass ich leider etliche Bands/Musiker/Musikerinnen vergessen habe, die teils grossartig sind! Aber das wäre dann eine reine Auflistung meiner iTunes-Mediathek und CD-Sammlung geworden. Nach und nach werdet ihr in dem ein oder anderen Bericht noch mehr erfahren..)

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